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Praktisch-methodische Ratgeber-
Bücher von Eva Zoller Morf

 

  Die Neuerscheinung 2010: 
  Selber denken macht schlau

 

Selber denken macht schlau Neuerscheinung 2010   |   Die kleinen Philosophen  |   Philosophische Reise

Eva Zoller Morfs drittes Buch zur Kinderphilosophie (pdf)
ist beim Zytglogge Verlag erschienen!

Im Herbst 2011 ging es bereits in die zweite Auflage!

 

 

Es gibt auch Auslieferungen  im EU-Raum!
Bestellen Sie das Buch bei Ihrer Buchhandlung in Deutschland, Österreich, Italien... , denn der Versand aus der Schweiz ist teuer! 

Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen

Anregungen für Schule und Elternhaus
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier können Sie das neue Buch beim Käuzli bestellen

 

Das neue Buch von Eva Zoller Morf ersetzt ihren Erstling, "Die kleinen Philosophen"  der (auf Deutsch) seit längerem ausverkauft ist. (Polnische und estnische Ausgaben sind noch lieferbar.)

Um diese Themen geht es im neuen "Selber denken macht schlau" :

Teil 1: Kinderfragen und Bilderbücher zu philosophischen Gesprächen nutzen.
            Neu ist dabei vor allem ein Kapitel mit dem Titel: So philosophieren die Kinder in Hawai'i

Teil 2: Moralischen Erziehung "auf Philosophisch" - Wie Kinder im Schulalter über Wünsche, Regeln, 
            Streiten, Ängste und Mut und über Gerechtigkeit nachdenken

Teil 3: Religiöse Fragen philosophisch angehen - Wie können wir mit Kindern und Jugendlichen 
           über Leben und Tod, über Gott und die Seele, über Lebenssinn und Identität philosophieren?

"Staunen Sie mit mir über die Fülle und Tiefe der Gedanken, zu denen Kinder und Jugendliche fähig sind, wenn man sie ihnen bloss zutraut!"

Bitte beachten Sie die entsprechenden Samstags-Seminare im Käuzli, welche Eva Zoller  
zu jedem der drei Teile auch im 2013 wieder anbietet, siehe
Veranstaltungskalender ! 


 Auszüge aus Rezensionen zum neuen Buch:

 


... Der Anspruch ist hoch: es geht um eine Anwendung einer „philosophischen Pädagogik“.

Die Frage eines Kindes „warum kann ich das nicht haben?“ wird erst einmal als Frage von Erwachsenen an sich selber verstanden: wie berührt sie/ihn diese Frage? Wie könnte die Frage gemeint sein? Wie kann man sich zu dieser Frage verhalten? – Vielleicht „aus dem Bauch heraus“, aus zeitgenössischen, religiösen, kulturellen Richtungen – sie könnten aber auch erst einmal nicht antworten, sondern zurückfragen und womöglich ein Gespräch beginnen, mit dem Ziel des Selberdenkens auf beiden Seiten. Ist das Philosophieren?
Im Gespräch werden zunächst „kleine“ Fragen (d.h. Wissensfragen) von „großen“ Fragen (zu denen „niemand die Antwort weiß“) unterschieden. Solche „großen“ Fragen werden in diesem Buch thematisiert. Die angemessene Verhaltensweise solchen Kinder-Fragen gegenüber nennt Zoller „das kleine Philosophieren“. Darunter versteht sie „gründliches, kritisches, kreatives und fürsorglich teilnehmendes Denken“. Die Lehrperson soll darauf achten, dass bei den Erkenntnissuchenden eine Gesprächskultur der Neugier und des gegenseitigen Respekts entsteht. Dazu gehören gemeinsam verabredete Gesprächsregeln, sowie die „Werkzeugkiste der schlauen Denker“ (u.a. Beispiele, Gegenbeispiele, Hinterfragen und Begründen, Annahmen, Folgerungen). Zoller führt als Erläuterung dieses Ansatzes Ausschnitte an aus der Planung und Durchführung solcher Gespräche in Kindergärten und Grundschulen, zusammen mit Anleitungen zur Evaluation als Reflexion.
Die Anregungen zu philosophischen Gesprächen mit Grundschulkindern beginnen bei den Berichten der Erfahrungen der Kinder, die sie mit dem Thema haben, dann folgen Begriffsklärung, Sammlung von Meinungen, differenzierte Begründungen, Vermutungen mit Annahmen und deren Folgen – so wie es in anderen Anleitungsbüchern auch beschrieben ist. Zoller fügt diesem Konzept der Förderung der kritisch-kreativen Denkfähigkeiten das des caring thinking an, des wertschätzenden, teilnehmenden Denkens, und verbindet so die P4C-Ansätze von Lipman, Sharp, Cam mit dem Ansatz „little p – philosophy for children Hawaii“ – p4cH des in Deutschland noch wenig bekannten Thomas Jackson.
An mehreren Stellen stellt Zoller Überlegungen an, inwieweit das Philosophieren in der vorgeschlagenen Weise zu Recht als solches genannt werden darf. Solche Reflexionen sind in Veröffentlichungen zur Kinderphilosophie keineswegs selbstverständlich. Sie zeigen, dass Zoller ihrem Anspruch auf fachlich fundiertes, eben philosophisches, Vorgehen gerecht zu werden anstrebt. Die gerade bei „philosophischen Neulingen“ immer wieder auftauchende Frage nach dem Unterschied zwischen Philosophie und Psychologie etwa wird am Beispiel von Gefühlen wie  Angst und Mut im kinderphilosophischen Kontext deutlich gemacht. Zoller stellt die Frage nach dem Allgemeinen, Prinzipiellen von Gefühlen. Sie fordert auf zur Reflexion der eigenen emotionalen Erfahrungen und daraus entstehenden Handlungen, und dies gilt sowohl für Erwachsene wie für Kinder. Gerade in diesem Punkt unterscheidet sich Zollers Buch von den meisten anderen philosophischen Anregungsbüchern. ...
Wie ein philosophisches Gespräch mit zehn- bis zwölfjährigen Kindern zur Erkenntnistheorie aufgebaut sein kann, wird an der Frage „Wie kommt es wohl, dass es so unterschiedliche Geschichten gibt, die vom Anfang der Welt erzählen?“ vorgeführt. ...
Den weiteren typischen Kant-Fragen nach dem, was ich tun soll und was ich hoffen darf, sind ganze Kapitel gewidmet. So finden sich ausgearbeitete Hinweise zu den Themen Gerechtigkeit, Gehorsam, Wahrheit, Religion, Tod und Trauer, Sinn und Identität – jeweils mit kommentierten Angaben zu entsprechenden Kinderbüchern.
Dieses Buch ist Ausdruck kumulierter jahrzehntelanger Erfahrung im Philosophieren mit Kindern und in der entsprechenden Anleitung Erwachsener. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Rezensentin Zollers Anregungen sowohl methodisch wie auch inhaltlich bei Veranstaltungen in Kinderakademien und bei schulischen Projekten überprüft hat und zur Anwendung ohne Einschränkung empfehlen kann.
Der Anspruch, Anregungen zu geben zum Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen unter dem Gesichtspunkt einer philosophischen Pädagogik, besteht in diesem Buch zu Recht.

Mechthild Ralla


Rezension in der Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik ZDPE 1/2011:

Im ersten Teil ihres Buches thematisiert die Autorin den Unterschied zwischen kleinen und großen (philosophischen) Kinderfragen und gibt Tipps, wie Erwachsene damit umgehen können (S. 30). Ein neuer Aspekt ist hierbei die „Werkzeugkiste des schlauen Denkers“, die auf dem didaktischen Modell des hawaiianischen Philosophieprofessors Thomas E. Jackson basiert, mit dem Eva Zoller in den letzten Jahren zusammengearbeitet hat. ...

Im zweiten Teil des Buches steht das Philosophieren über Werte, Wünsche und Gefühle mit Grundschulkindern im Mittelpunkt. Eva Zoller widmet dabei dem von der kürzlich verstor­benen amerikanischen Philosophin Ann Margret Sharp fokussierten Caring Thinking (fürsorglich teil-nehmendes Denken) große Aufmerksamkeit (S. 66-70). Das Philosophieren mit Kindern soll nicht nur auf die Entwicklung von Denkfähigkeiten abzielen, sondern auch die Emo­tionalität der Kinder wie Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und Gerechtigkeitssinn entwic­keln. Seine Bestandteile umfassen wertschätzendes Denken (moralische Sensibilität für Naturereignisse, menschliches Verhalten, Kulturen), affektives Denken (Empathie und Partizipation an Projekten), aktives Denken (Problemlösungskompetenz) sowie normatives Denken (Vergleich von Ist-Zustand und Soll-Zustand). Alle vier Denkformen tragen nach Ansicht von Eva Zoller Morf dazu bei, Kinder anzuregen, nach eigenen Antworten auf wichtige Sinnfragen zu suchen. In diesem Zusammenhang sollten Kinder auch lernen, eine Sprache für ihre Gefühle zu finden. ...
 
Der dritte Teil des Buches beschäftigt sich mit existentiellen Fragen nach Wahrheit, Gott und Tod.
Hierzu werden Beispiele praktischen Arbeitens vorgestellt, die sich vorwiegend auf die Klassen 5/6 beziehen. Eva Zoller Morf zeigt beispielsweise Möglichkeiten zur Begriffsarbeit über Seele und Geist
(S. 126), sie stellt Gesprächsanregungen (Hebammenfragen) zu den Themen Wahrheit sowie Leben
und Tod vor und erklärt anhand des Fünf-Finger-Modells von Ekkehard Martens (die phänomeno-logische, hermeneutische, dialektische, analytische und spekulative Methode), wie mit Jugendlichen über Identität philosophiert werden kann (S. 133/34).
 
Das Buch von Eva Zoller Morf gibt eine anschauliche Zusammenfassung verschiedener aktueller Tendenzen zum Philosophieren mit Kindern, die sich im Wesentlichen an neueren Entwicklungen in den USA orientieren. Es eröffnet vielfältige Möglichkeiten des außerschulischen und fächerübergreifenden Philosophierens im Vor- und Grundschulalter und präsentiert eine Schatzkiste von Kinderbüchern zu den großen Fragen menschlichen Daseins. 

Barbara Brüning

 
 

Die kleinen Philosophen
(4. Auflage 2000 bei Orell Füessli,
leider längst vergriffen)

wurden übersetzt ins Italienische, Koreanische, Estnische und Polnische. Eine tschechische Ausgabe ist 2012 erschienen. 

Die Taschenbuchausgabe bei Herder ist leider auch vergriffen.

 

Weiss mein Kätzchen, dass ich ein Mädchen bin?

Tut es der Blume weh, wenn ich sie abreisse?

Was denkt ein Hund?

Wann ist nie?

Gibt es Engel wirklich?

Warum muss man gehorchen?
 

Wie geht man auf Kinderfragen ein ohne vorschnelle Antworten zu liefern?
Wann ist Philosophieren sinnvoll?
Was sind die Denk-Werkzeuge dazu, welches die Themen?
Wie können einem Kinderbücher dabei helfen?

Mit Beispielen und kleinen Übungen lernen Erziehende philosophische Gespräche anzuleiten und entdecken den Genuss am gemeinsamen Nachdenken und Phantasieren.

Eva Zoller's Erstling (1991) bietet Hilfe und Anleitung zum Philosophieren mit Kindern von drei bis etwa zehn Jahren. Leider ist die vierte Auflage dieses Buches inzwischen vergriffen.

Das neue Buch von Eva Zoller Morf ersetzt und ergänzt es mit vielen Beispielen von Gesprächen! 
 

 
 


 

 

Die Philosophische Reise
(3. Auflage 2006 bei Orell Füessli)
wurde übersetzt ins Koreanische und Tschechische.

Die Taschenbuchausgabe bei Herder ist vergriffen.

Hier geht es um die Lebensreise:
Von Anfängen und Enden, von Schöpfung (bzw. Entstehung) bis Tod ist die Rede, und wie Kinder im Schulalter und teils schon davor über die grossen Fragen der Menschen nachdenken lernen.
Die zentrale Frage aber ist: Wer sind wir und was gibt unserem Leben Sinn?

Das Buch vermittelt die "Techniken"des Philosophierens an Beispielen für Eltern und Lehrpersonen, und es zeigt, wie Kinder diese lustvoll anwenden, um sich eigene, gut begründete Meinungen über die grossen Fragen zu bilden.

Auch die 3. Auflage dieses Buches ist inzwischen ausverkauft. Da 2010 Eva Zollers neues Buch erschienen ist, wird es leider keine 4. Auflage der "Philosophischen Reise" geben.   


Rezension* von Andreas Siekman zur bebilderten Originalausgabe
ZOLLER MORF, Eva: Philosophische Reise - Unterwegs mit Kindern 
auf der Suche nach Lebensfreude und Sinn*
erschienen in der "Zeitschrift zur Didaktik der Philosophie und Ethik" 3/2000

Eva ZOLLER MORF legt nach ihrem - inzwischen in dritter Auflage gedruckten - Erstling „Die kleinen Philosophen“ ein weiteres Buch vor, das sich an Erwachsene richtet, welche sich dem spannenden Wagnis aussetzen, mit Kindern zu philosophieren. Um es gleich vorweg zu sagen: Mir ist bisher keine Publikation dieses Genres untergekommen, die ähnlich verständlich formuliert, ähnlich sachhaltig verfasst und vom Layout her ähnlich ansprechend und liebevoll gestaltet wäre - kein pädagogischer Zeigefinger, der sich dem Leser knöchern entgegenstreckte, keine Trockenheit des Vortrags“ (HEGEL), keine süßlich ‚kindgerechten‘ Zeichnungen.

Doch zum Einzelnen: In sechs Kapiteln (Einleitung: Philosophieren im Alltag - für den Alltag / 1. Nur ein Stein? / 2. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt / 3. Mensch sein? Mensch werden! / 4. Was ist, wenn man tot ist? und 5. Der Kreis rundet sich) spannt die Verfasserin ein breites Spektrum an Themen und Methoden auf, wobei man beidem anmerkt, dass sie aus einer intensiven und langjährigen kinderphilosophischen Praxis erwachsen sind. So reichen die Themen von scheinbar einfacher Naturbeobachtung - Untersuchung eines Steines -‚ die wiederum zur quasi­sokratischen Abstraktion dient, bis hin zum Thema des Lebenssinns, auf das die Autorin im letzten Kapitel ebenso undogmatisch wie unprätentiös eingeht. Eingestreut finden sich immer wieder wertvolle methodische Hinweise (z. B. zum Umgang mit Kinderfragen, zum Ablauf eines philosophischen Gesprächs, zur Mäeutik etc.), die klar strukturiert und - wie ich aus eigener Erfahrung im Umgang mit Fünft- und Sechstklässlern bestätigen kann - praxisnah sind.

Ein weiteres wertvolles Hilfsmittel stellen die kommentierten bibliografischen Verweise auf Kinderbücher und Fachliteratur dar: Hier findet man auch dann noch etwas, wenn man sich in der Materie gut auszukennen glaubt, besonders neuere und neueste Titel. Auf fast jeder Seite stößt der Leser auf farbig unterlegte Kästen, in denen in Fettdruck neben Zwischenüberschriften didaktische und fach-wissenschaftliche ‚Kernsätze‘ festgehalten werden. Da ist von der Sache her für den Fachphilosophen natürlich wenig Neues zu finden — schließlich richtet sich das Buch primär an Eltern und Erzieher(innen), die kein Hochschulstudium in Philosophie hinter sich haben -‚ immer aber sind Eva ZOLLER MORFs Formulierungen präzise, gelegentlich zugespitzt bis zum Aphoristischen. Ein paar Beispiele: „Philosophieren über Wörter und unseren Sprachgebrauch vergrößert die Chancen, nicht aneinander vorbeizureden.“ (S. 30) Oder: „Philosophieren heißt, bei einer Frage so lange zu verharren, bis sie uns neue Erkenntnisse preisgibt.“ (S. 12) Oder: „Ein Thema, über das man wirklich philosophiert, entwickelt sich weiter; in Rede und Gegenrede entsteht etwas, wird etwas deutlich, was einem vorher noch nicht so klar war, selbst wenn man es vielleicht unbewusst längst geahnt hatte.“ (5. 20) Gegen Ende des Buches findet sich in einem solchen Kasten der Hinweis, man dürfe beim Philosophieren einen Gedanken „nicht ohne Herz“ (S. 140) weiterspinnen und entwickeln. Genau das ist es, was Eva ZOLLER MORFs Buch prägt und ohne das das Philosophieren mit Kindern nicht möglich wäre, was aber leider (?) nicht erlernbar ist: Liebe zu Kindern, Interesse an ihren philosophischen Problemaufwürfen (die in der Fachwissenschaft oft immer noch als schrecklich uninteressant erachtet werden) und die Bereitschaft, Kinder als Kinder ernst zu nehmen!
 

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